Am zweiten Tag ging es mit dem Greenkeeperstammtisch nach Slowenien zum GC Ptui, wo die Begrüßung und Beginn der Führung durch HeadGreenkeeper JERNEI stattfand.
Den rund 8.000 Golfern in Slowenien stehen derzeit 9 Plätze zur Verfügung. Der mit zehn Jahren eher junge Platz Ptui präsentiert sich mit seinen 18 Loch als Musterbeispiel eines ökologisch vernetzten Biotopsystemes. Sich an glasklare Bachläufe schmiegende Auwälder wechseln über breite Fairways hin zu einem im Uferbereich gut bewachsenen Teich. Die Algen im Teich verursachen auch Algenprobleme am Grün, welchen mit Kupferhydroxidspritzungen begegnet wird. Der Hinweis auf eine Woche Anfang Juli mit bis zu 41° Tageshöchsttemperatur verdeutlich das warme Klima der Region und erklärte damit auch das Vorhandensein wüchsiger Flecke von Bermudagras und Unkrauthirsen in den Fairways.
Dr. Gerhard LUNG lies uns auch eine Blick durch eine mit einem Farbfilter versehe Brille tun, welche Stress von Gräsern durch das abartig veränderte Blattgrün optisch schon frühzeitig erkennen läßt. So lassen sich beginnende Trockenflecke oder auch Randzonen von Pilzinfektionen besser erkennen.
Dass Altbewährtes oder Altes oftmals richtig war wurde in der Maschinenhalle augenscheinlich, wo neben modernsten Schleifmaschinen und Mähern die guten alten Striegel / Wiesenigel und Schleppen an der Wand bereit gehalten werden um ihre wertvollen Dieste im Frühjahr zu versehen.
Ein Stammtisch vor Ort rundete mit lebhafter Diskussion diese Begehung ab und gratulieren dem GC Ptui zu seiner engagierten Pfegemannschaft und Leistung in dieser trockenen und Hitzestress geplagten Lage.